Spielsperren

Ende 2015 lag die Zahl der schweizweit geltenden Spielsperren bei 46 468.

Schweizweite Spielsperren nach Art. 22 SBG - Entwicklung 2001 - 2014

Freiwillige oder angeordnete Spielsperre

Die Spielbank spricht eine Spielsperre aus, sofern sie weiss oder annehmen muss, dass eine Person:

  • überschuldet ist oder ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommt;
  • Spieleinsätze riskiert, die in keinem Verhältnis zu ihrem Einkommen und Vermögen stehen;
  • den geordneten Spielbetrieb beeinträchtigt.

Wenn Anzeichen dafür bestehen, dass ein Spieler über seine Verhältnisse spielen könnte, muss sich die Spielbank vergewissern, dass dies nicht zutrifft. Falls dem Spieler dieser Nachweis nicht gelingt oder er sich weigert, entsprechende Angaben zu liefern, ist das Casino verpflichtet, ihn auszuschliessen. Im Rahmen dieser Abklärungen kann die Spielbank Belege über die Einkommens- und Vermögenssituation des Spielers verlangen.

Ein Spieler hat aber auch jederzeit die Möglichkeit, sich selber sperren zu lassen. Ferner können Angehörige von spielsuchtgefährdeten Personen den Spielbanken entweder persönlich oder schriftlich ihre Bedenken mitteilen. Die Spielbanken sind verpflichtet, solchen Hinweisen nachzugehen und die Angaben zu überprüfen. Anonyme Angaben werden nicht berücksichtigt.

Aufhebung einer Spielsperre

Nur die Spielbank, welche eine Spielsperre ausgesprochen hat, kann diese wieder aufheben. Die betroffene Person muss einen Antrag zur Aufhebung der Sperre bei der entsprechenden Spielbank stellen. Die Spielbank muss die Spielsperre aufheben, wenn der Grund dafür nicht mehr besteht. Die Spielbank ist gesetzlich dazu verpflichtet, anlässlich eines Gesprächs von der betroffenen Person geeignete Dokumente zur Beurteilung ihrer finanziellen Situation zu verlangen.

Spielsperren im Ausland

Es ist möglich, in den Nachbarländern der Schweiz eine Spielsperre zu erwirken. Personen, die sich im Ausland sperren lassen möchten, können sich für die notwendigen Informationen direkt an die Spielbanken im betreffenden Land oder an eine Schweizer Spielbank in Grenznähe wenden.

nach oben Letzte Änderung 21.07.2016