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Veröffentlicht am 8. Oktober 2025

Der Unterschied zwischen legalen und illegalen Geldspielangeboten

Das Bundesgesetz über Geldspiele sieht für die ESBK vor, dass sie die Spielbanken hinsichtlich der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen überwacht und das illegale Geldspiel bekämpft. Ziel ist ein sicheres und transparentes Angebot, das die Spielerinnen und Spieler angemessen vor den Gefahren schützt. Doch welche Casinospiele sind in der Schweiz überhaupt legal und wie erkennt man diese? Was unterscheidet sie von illegalen Geldspielangeboten?

Was sind Casinospiele?

Unter dem Begriff «Geldspiele» werden alle Spielformen zusammengefasst, bei denen um Geld oder geldwerte Einsätze beziehungsweise Gewinne gespielt wird. Zu den Geldspielen zählen auch Spielbankenspiele, umgangssprachlich auch Casinospiele genannt. Dies sind Geldspiele, bei denen der Spielausgang überwiegend vom Zufall («Spielglück») abhängig ist und die gemäss BGS nur einer begrenzten Anzahl Teilnehmenden offenstehen dürfen (höchstens 1000). Casinospiele dürfen in der Schweiz ausschliesslich von konzessionierten Spielbanken angeboten werden. Zu den bekannten Spielbankenspielen gehören Tischspiele wie Roulette und Black Jack. Hinzu kommen Spielautomaten, die mit einem Geldeinsatz, nach dem Zufallsprinzip und mit einem geldwerten Gewinn funktionieren. Zudem zählen grosse Pokerturniere mit hohen Einsätzen und Gewinnsummen zu den Spielbankenspielen.

Welche Casinospiele sind in der Schweiz erlaubt?

Legale Casinospiele können in der Schweiz ausschliesslich von konzessionierten Schweizer Spielbanken angeboten werden. Dabei unterscheidet man zwischen landbasierten und Online-Angeboten.

Wo gibt es legale landbasierte Spielbanken?

Wer in der Schweiz eine Spielbank betreiben will, braucht eine Konzession. Die Konzession wird vom Bundesrat vergeben. 2024 waren 21 landbasierte Spielbanken in Betrieb, verteilt über die ganze Schweiz. Auf der Website der ESBK sind die legalen, aktuell konzessionierten Spielbanken aufgeführt.

Wer hat Zugang zu Spielbankenspielen?

In der Schweiz dürfen nicht alle Personen eine Spielbank – landbasiert oder online – besuchen und darin spielen. Das Geldspielgesetz schreibt Einschränkungen vor:

  • Das Mindestalter für den Casino-Besuch beträgt 18 Jahre.
  • Personen mit einer Spielsperre haben keinen Zutritt zum Casino.
  • Das Casino-Personal und die Mitarbeitenden der ESBK dürfen nicht spielen.

Wie hoch dürfen die Einsätze sein?

Die erlaubten Einsätze sind je nach Casino unterschiedlich hoch; sie sind an den jeweiligen Tischen jeweils transparent angeschrieben. Bei Unsicherheiten gibt auch das Casino-Personal Auskunft darüber, oder man kann in den verfügbaren Flyern zum entsprechenden Spiel nachschauen.

Wie werden die Spielenden geschützt?

Verändert sich das Spiel- oder das Einsatz- verhalten, so wird das Casino die ent- sprechende Person genauer beobachten und allenfalls ansprechen. Dabei können die Casinos im Rahmen des Spielerschutzes auch Finanzunterlagen einverlangen. Jedes Casino muss ein Sozialkonzept erstellen und frühzeitig Massnahmen ergreifen, um Spielende vor einem exzessiven Spielverhalten zu schützen.

Wie zeichnen sich legale Casinos aus?

Legale Casinos zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • strenge Kontrolle der Spiele, um die Transparenz und damit ihre Fairness zu gewährleisten;
  • Massnahmen zum Schutz der Spielenden und zur Bekämpfung der Geldwäscherei;
  • Beiträge und Abgaben zugunsten der Gesellschaft;
  • Beitrag zur AHV/IV über die Spielbankenabgabe;
  • Garantie der Gewinnauszahlung;
  • sichere Spielumgebung.

Welche Spielbankenspiele sind in der Schweiz verboten?

Spielbankenspiele die ohne Konzession angeboten werden, sind in der Schweiz verboten. Das heisst, wer ohne die dafür nötigen Konzessionen oder Bewilligungen Spielbankenspiele anbietet, macht sich strafbar.

Welche Risiken und Nachteile bergen illegale Angebote?

Illegale Spielangebote bergen zahlreiche Risiken und Nachteile für Spielerinnen und Spieler:

  • Sie unterstehen keiner Aufsicht.
  • Es besteht das Risiko, dass Gewinne nicht ausgezahlt werden.
  • Massnahmen zum Schutz vor übermässigem Spielverhalten fehlen.
  • Persönliche Daten und Bankangaben können missbraucht werden.
  • Spielende gehen das Risiko ein, dass ihre erzielten Gewinne von der ESBK eingezogen werden.

Wie bekämpft die ESBK illegale Spielbankenspiele?

Die Massnahmen der ESBK zur Bekämpfung illegaler Spielangebote umfassen:

  • die Veranlassung der Sperrung des Zugangs zu nicht bewilligten Online-Casinos;
  • Strafverfahren gegen Betreibende von illegalen Angeboten;
  • die Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden;
  • die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Risiken des illegalen Geldspiels.

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