Illegales Spiel


Das Glücksspiel um Geld unterliegt strengen gesetzlichen Richtlinien. Nur die offiziell konzessionierten Spielbanken dürfen Glücksspiele organisieren und betreiben. Wer an einem illegal organisierten Spiel nur teilnimmt, macht sich nicht strafbar. Der Spieler riskiert aber, dass Einsatz, Gewinn und Spielutensilien eingezogen werden. Das gilt auch für die Teilnahme an Internetglücksspielen.

Die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) verfolgt illegales Glücksspiel, sofern es nicht unter das Lotteriegesetz fällt. Als Strafen sind Bussen bis zu CHF 500'000 oder Freiheitsstrafen bis zu 5 Jahren möglich.

Glücksspiel

Ein Glücksspiel liegt vor, wenn

  • um einen Einsatz gespielt wird 
  • ein Geldgewinn oder ein geldwerter Vorteil (wie Punkte, Kredite, Jetons, Waren) winkt
  • der Gewinn ganz oder überwiegend vom Zufall abhängt

Strafbare Handlungen

Eine abschliessende Definition ist nicht möglich. Eine strafbare Handlung begeht, wer beispielsweise

  • Online-Glücksspiele anbietet / betreibt oder einen Direktzugang auf ein Online-Glücksspiel setzt
  • Glücksspielautomaten zur Verfügung stellt
  • Räumlichkeiten anbietet, Spielutensilien abgibt oder die Bank eines illegalen Spiels führt.
  • ohne Konzession eine Spielbank betreibt, dafür Räume anbietet oder Spieleinrichtungen beschafft.

Aufstellen und Betreiben von ungeprüften Automaten

  • Eine strafbare Handlung begeht, wer einen Glücksspielautomaten (einschliesslich Computer mit Online-Glücksspielen), zum Betrieb aufstellt, der der ESBK nicht zur Prüfung vorgeführt worden ist.
  • Daran ändert auch das Bundesgerichtsurteil vom 16. März 2012 nichts: Die Strafbarkeit der Inbetriebnahme von ungeprüften Glücksspielautomaten bleibt bestehen. Der Betreiber riskiert somit nach wie vor ein Strafverfahren.
    Bundesgerichtsentscheid vom 16. März 2012 (BGE 138 IV 106) Bundesgerichtsentscheid vom 16. März 2012 (BGE 138 IV 106)