Unterscheidung Glück / Geschick
Bei einem reinen Glücksspiel wird der Gewinn alleine vom Zufall bestimmt: bei einem Würfelspiel beispielsweise oder beim Roulette. Hier haben die Spieler keinen Einfluss auf den Spielausgang. Ganz anders beim reinen Geschicklichkeitsspiel. Beim Schach zum Beispiel entscheidet das Geschick der Spieler über den Spielverlauf.
Allerdings sind reine Geschicklichkeits- oder Glücksspiele selten. Die meisten Spiele um Geld oder geldwerte Vorteile sind eine Mischung aus Geschicklichkeit und Glück, wie bei vielen Automaten- und Kartenspielen, beispielsweise Poker. Welcher der beiden Faktoren überwiegt, ist im Einzelfall nicht immer leicht erkennbar.
Ausserhalb konzessionierter Spielbanken ist das Glücksspiel um Geld oder geldwerte Vorteile in der Schweiz verboten, nicht aber das Geschicklichkeitsspiel. Deshalb kommt der Frage, ob ein Spielgewinn überwiegend vom Geschick oder vom Glück abhängt, eine zentrale Bedeutung zu.
Die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) prüft auf Gesuch hin oder von Amtes wegen, ob bei einem konkreten Spiel der Gewinn überwiegend durch den Zufall oder das Geschick des Spielers bestimmt wird. In der Praxis werden vor allem automatisierte Spiele beurteilt.
Kommt die ESBK zum Schluss, dass es sich bei einem getesteten Spiel um ein Geschicklichkeitsspiel handelt, kommt kantonales Recht zur Anwendung. Dieses bestimmt letztlich, ob und mit welchen Einschränkungen ein solches Spiel durchgeführt werden darf. Egal, ob es sich um ein automatisiertes Spiel handelt oder nicht.
