Bundesrätin Widmer-Schlumpf an der euro-afrikanischen Ministerkonferenz

Medienmitteilungen, EJPD, 25.11.2008

Bern. Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf nahm heute an der euro-afrikanischen Ministerkonferenz zu Migration und Entwicklung in Paris teil. Dort wurde von den teilnehmenden Aussen- und Innenministern ein dreijähriges Zusammenarbeitsprogramm betreffend Migration verabschiedet.

Die Ministerkonferenz vom 25. November 2008 in Paris schliesst an die erste euro-afrikanische Konferenz an, die am 10./11. Juli 2006 in Rabat durchgeführt wurde. Dort wurde die Basis für eine enge, ausgewogene und konkrete Zusammenarbeit zwischen den von der Migration aus Westafrika betroffenen Ländern gelegt. An diesem Prozess beteiligen sich sowohl die Herkunfts- und Transit- als auch die Zielländer der Migration im euro-afrikanischen Raum. Es geht darum, dass die verschiedenen Aspekte der Migration, wie die Organisation der legalen Migration, die Bekämpfung illegaler Migration und die Zusammenhänge zwischen Migration und Entwicklungshilfe berücksichtigt werden.

Bundesrätin Widmer-Schlumpf begrüsst die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Herkunfts-, Transit- und Zielstaaten im Migrationsbereich. Verschiedene Empfehlungen des heute von der Konferenz verabschiedeten Schlusstextes werden von der Schweiz bereits umgesetzt. Dabei ist die kontrollierte Zuwanderung ein wichtiges Element. Zudem wird vom Bundesamt für Migration in Herkunfts- und Transitländern bereits heute im Rahmen der Rückkehrhilfe neben der individuellen Rückkehrhilfe auch Strukturhilfe angeboten. Verschiedene Projekte, zum Beispiel der Wiederaufbau von Infrastrukturen, wurden von der Schweiz lanciert, um die Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung zu verbessern und den Rückkehrenden die Wiedereingliederung in ihrer Herkunftsregion zu erleichtern.

Bundesrätin Widmer-Schlumpf unterstreicht die Wichtigkeit des in Rabat begonnenen und heute weitergeführten Prozesses der Zusammenarbeit zwischen den euro-afrikanischen Staaten im Bereich der Migration. Die Schweiz wird ihr Engagement gemäss der heute in Paris verabschiedeten Absichtserklärung weiterführen.

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