Schweiz-USA: Einfachere Durchsetzung von Alimentenzahlungen

Bilaterales Abkommen tritt am 30. September 2004 in Kraft

Medienmitteilungen, EJPD, 29.09.2004

Bern, 29.09.2004. Die Durchsetzung von Alimentenzahlungen zwischen der Schweiz und den USA wird wesentlich erleichtert. Das entsprechende bilaterale Abkommen tritt morgen Donnerstag in Kraft.

Wenn Unterhaltsforderungen über Landesgrenzen hinweg durchgesetzt werden müssen, gibt es für die Unterhaltsberechtigten oder für Inkassobehörden oft Probleme, insbesondere wenn in diesem Bereich keine Staatsverträge bestehen. Die USA sind bislang keinen multilateralen Staatsverträgen beigetreten. Daher sind die rechtlichen, praktischen und finanziellen Hürden für die häufig finanziell schlecht gestellten Unterhaltsgläubiger in der Schweiz hoch.

Das neue Abkommen bringt im Wesentlichen zwei Erleichterungen: Einerseits wird der Zugang von Unterhaltsgläubigern respektive von bevorschussenden kommunalen oder kantonalen Behörden zu den amerikanischen Gerichten und Behörden bei der Errichtung und Durchsetzung von Unterhaltstiteln wesentlich erleichtert. Andererseits wird die Schweiz über den Staatsvertrag in das amerikanische System der kostenlosen und effizienten Vollstreckungshilfe im Alimentenbereich integriert. Die Schweiz gewährt den USA im Gegenzug im Wesentlichen die Leistungen, die sie im Rahmen des UNO-Rechtshilfeübereinkommens über die Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen im Ausland bereits rund 60 Mitgliedstaaten erbringt.

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