Bundesamt für Polizei

Identitätskarte ist auch mit beschädigtem Kinegramm gültig

Dokument bleibt praktisch fälschungssicher

Medienmitteilungen, fedpol, 07.05.1999

Die schweizerische Identitätskarte ist auch mit beschädigtem oder fehlendem Kinegramm gültig. Dies hat das Bundesamt für Polizeiwesen (BAP) nach Rücksprache mit Sicherheitsexperten und mit dem Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) beschlossen. Die 1995 eingeführte Identitätskarte (IDK) bleibt dank den über zehn anderen Sicherheitselementen ein praktisch fälschungssicheres Dokument.

Das BAP und andere Behörden (insbesondere das Grenzwachtkorps) stellen seit einiger Zeit fest, dass sich bei gewissen IDK das Kinegramm (= Kippbild in Form eines Kristalls, in dem sich beim Schwenken der Karte ein Schweizer Kreuz in ein CH verwandelt) teilweise oder ganz löst. Es ist dem BAP unbekannt, wie viele der 2,5 Millionen IDK, die seit 1995 ausgestellt worden sind, diesen Mangel aufweisen. Besonders häufig betroffen sind Karten, die Männer im Portemonnaie in der hinteren Hosentasche auf sich tragen. Nach heutigem Wissensstand dürften gewisse Lösungsmittel oder Weichmacher im Material der Portemonnaies in Verbindung mit Reibungswärme zur Ablösung des Kinegramms führen.

Das BAP als Herausgeber und das BBL als Beschaffungsstelle versuchen zusammen mit der Kartenherstellerin und mit der Kinegrammproduzentin dieses technische Problem zu lösen. Seit über einem Jahr wird das Kinegramm mit einer Schutzfolie überzogen. Da diese Massnahme jedoch noch nicht voll befriedigt, wird noch nach einer besseren Lösung gesucht.

Die heutige IDK ist trotz diesem Mangel um ein Vielfaches sicherer als die alte, oft extrem abgenützte IDK aus Karton. Neben dem Kinegramm schützt eine Reihe weiterer, bewährter Sicherheitselemente das Dokument vor Fälschungen. Das BAP hat die zuständigen Behörden im In- und Ausland (insbesondere die Grenzorgane) informiert, dass IDK mit beschädigten oder fehlenden Kinegrammen bis zum Ablaufdatum gültig bleiben.

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